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Simone Keil: Auf der Jagd nach dem Rosenkranzmörder: Guy Lacroix 1 (Clockwork Cologne)

17/01/2014

Qindie-Buch des Monats Juni 2014

Clockwork Cologne: Die Steampunk-Krimi-Serie

Clockwork Cologne vereint Steampunk und Krimi, Magie und Technik, persönliche Schicksale und Verbrechen. Es werden Verschwörungen aufzudecken, mysteriöse Fälle zu lösen, neblige Spuren zu verfolgen sein. Die Protagonisten kämpfen mit der Strahlenbelastung, dem ganz alltäglichen Wahnsinn und nicht selten mit ihren eigenen Dämonen.

Cöln, Freie Reichsstadt, im Jahre des Herrn 1898
Europa hat sich noch immer nicht von dem Quantenmagischen GAU erholt, der die Welt 40 Jahre zuvor erschüttert hat. Die quantenmagische Strahlung verseucht den halben Kontinent. Die Dampfmagische Gesellschaft hat einen Schutzschirm über Cöln errichtet, doch dieser Schutz hat seinen Preis. Die Dampfmagier nutzen die Furcht vor der Strahlung aus, um die Bürger zu kontrollieren.
Die Quantenmagier sind in den Untergrund geflüchtet und haben unter den Gassen Cölns eine Welt geschaffen, die ihren eigenen Regeln folgt. Aber auch in der Oberstadt nehmen Korruption und Verbrechen erschreckende Ausmaße an. Die Dezernate des Kaiserlichen Kriminalamtes sind unterbesetzt, die Beamten überlastet. Viele haben sich korrumpieren lassen oder resigniert.
Nicht so Kommissär Lacroix. Für ihn sind Recht und Gesetz nicht nur leere Floskeln. Er steht mit beiden Beinen fest auf dem geschwärzten Boden Cölns und kämpft für Gerechtigkeit. Bis ein schwerer Schicksalsschlag auch seine Welt ins Wanken bringt.

Weitere Informationen zu den Protagonisten, der Welt, den Hintergründen und den Autorinnen findet ihr auf der Website zur Serie.

Auf der Jagd nach dem Rosenkranzmörder ist der erste Teil der Fortsetzungsreihe um Kommissär Guy Lacroix.

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Teil 2: Guy Lacroix: In den Klauen des Metamorphen

Die Autorin über das Buch:

Erst einmal vielen Dank, dass ihr Guys Jagd nach dem Rosenkranzmörder zum Buch des Monats gewählt habt. Wir haben uns unheimlich darüber gefreut. Guy zeigt seine Emotionen ja nicht so gerne, aber er hat sich zu diesem Anlass einen ganz besonders guten Pfeifentabak gegönnt. Und Martha hat sogar einen Kuchen gebacken. 🙂

Clockwork Cologne ist eines der Projekte, die mir am meisten Spaß beim Schreiben machen. Es ist einfach unheimlich spannend, ins Jahr 1898 abzutauchen und den Figuren durch ihre Abenteuer zu folgen und dabei immer wieder neue interessante Figuren kennenzulernen. Ich bin eigentlich nicht so der Technikfreak, aber von Dingen wie einem Otophon oder den anderen Modifikationen, die die Transhumanen an ihren Körpern durchführen, bin ich total begeistert. Natürlich muss ich so was sagen, ich habe die Geschichte ja geschrieben, aber hey, wenn man als Autorin nicht von seiner Geschichte begeistert ist, wie könnte man dann LeserInnen davon begeistern? Und wie könnte man überhaupt eine Geschichte schreiben, wenn man nicht in die Figuren, das Setting und selbst in die Klamotten verliebt wäre? 😉
Clockwork Cologne ist nicht allein meinem wirren Geist entsprungen, ich habe das Projekt zusammen mit Susanne Gerdom entwickelt (wann das genau war, weiß ich gar nicht mehr, da müsste mir Susanne aushelfen). Wir haben viel Zeit in die Entwicklung der Welt und der Gegebenheiten gesteckt, bevor wir uns ans Schreiben gemacht haben, und ich glaube, Cöln und seine Gassen, die Unterstadt, die Hurenhäuser, die Magierschulen und nicht zuletzt das Kaiserliche Kriminalamt sind uns ganz gut gelungen.

Eine meiner Lieblingsfiguren ist M, ein Transhumaner, der sich seit seiner Kündigung beim KKA der Verbesserung seiner Modifikation widmet. Was er sonst noch so treibt, ist mir auch nicht ganz klar; er ist ein bisschen wortkarg, wenn es darum geht, über seine Aktivitäten zu berichten. Was ich weiß ist, dass er in einer Organisation tätig ist, die sich für die Gleichberechtigung der Transhumanen einsetzt und dabei auch gerne mal das Gesetz umgeht.
„Entschuldige mal. Das Gesetz umgeht? Das Gesetz wurde von den verfluchen Dampfmagiern gemacht, und dient nur einem einzigen Zweck: Ihrem eigenen. Dräng uns hier bitte nicht in eine Schmuddelecke. Alles, was wir wollen, ist das Recht, zu sein, wie wir sind. Und das sollte wohl allen Lebewesen zustehen, nicht nur den verdammten …“
„M, bitte nicht dauernd diese Kraftausdrücke, es könnte sein, dass auch Kinder hier mitlesen.“
„Ausgezeichnet, die dürfen gerne auch sehen und hören, was die Dampfmagier aus unserer Welt gemacht haben. Cöln ist ein verdammtes Rattennest, aber die Ratten gehen auf zwei Beinen und sitzen in den höchsten Positionen.“
„Ja, ich weiß, aber deswegen musst du doch nicht so ausfallend werden, das ändert doch nichts daran.“
„Nein, das ändert nichts. Aber ändert es etwas, wenn man den Mund hält, sich anpasst, möglichst nicht auffällt und immer brav durch den brennenden Reifen springt, wenn das Establishment die Peitsche schwingt? Diese ganze Situation ist zum Kotzen. Ja, liebe Kinder, zum Kotzen!“
„Okay, danke, M. Sehr nett.“

Da M gerade die Dampfmagier erwähnt hat: Eine andere meiner Lieblingsfiguren ist Martha Kühn. Martha ist Beamte der Dampfmagischen Gesellschaft und hat Guy bei seinem ersten Fall unterstützt. Guy war davon nicht gerade begeistert und hat sie das ziemlich deutlich spüren lassen. Martha hat einige Gemeinheiten wegstecken müssen, aber sie hat sich dabei wirklich gut gehalten. Ich war unheimlich stolz auf sie, wie sie den schwierigen Auftrag gemeistert hat. Auch gerade deshalb, weil sie sich trotz ihrer Funktion als Beamte nicht davon abhalten ließ, selbst zu denken, ihre eigenen Grundsätze zu überdenken, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen. Und ich war sehr froh, als sie und Guy sich schließlich zusammengerauft haben.
Natürlich tut sie mir auch ein bisschen leid, aber wer hätte denn ahnen können, dass sie Gefühle für Guy entwickelt, nachdem er sie so ruppig behandelt hat?
„Ich darf doch sehr bitten! Wie kommen Sie dazu, solche Sachen zu verbreiten? Ich habe niemals irgendwelche Gefühle für diesen ungehobelten Klotz entwickelt!“
„Ach ja? Und was war zum Beispiel, als er Sie in Ihrer Wohnung besucht hat, Frau Kühn? Ich bin doch nicht blind, ich habe genau gesehen, wie Sie ihn angeschaut haben. Wenn das nicht …“
„Es reicht! Ich verbitte mir diese Unterstellungen. Wenn Sie nicht sofort das Thema wechseln, muss ich mir Schritte vorbehalten, die Ihnen ganz und gar nicht gefallen werden.“
„Nun gut, wenn Sie meinen. Mir soll es recht sein, aber ich weiß, was ich gesehen habe.“
Martha Kühn hat eine Vorliebe für Earl Grey, mehr Worte möchte ich über Frau Kühn im Moment nicht mehr verlieren, wie ihr sicher versteht.

Ich hätte euch gerne noch Absolon Quast vorgestellt, aber die Figuren scheinen heute allesamt etwas zickig zu sein, und diese Alchemisten sind von je her nicht besonders einfach zu handeln. Deswegen würde ich euch bitten, ihn einfach selbst aufzusuchen, wenn ihr mögt. Er freut sich garantiert nicht über euren Besuch, aber es ist wirklich spannend in der Unterstadt, der Abstieg lohnt sich. Und allein Magister Pötts‘ Gehirn ist auf jeden Fall der Mühe wert.
„Wer ist da? Kommen Sie heraus, ich kann Sie hören! Absolon, bist du das?“
„Nein, Magister Pötts, es ist niemand hier. Alles in Ordnung!“
„Warten Sie, bis ich meinen Körper zurück habe, dann werde ich Sie lehren, was es bedeutet, seine Späße mit einem Magister der Alchemie zu treiben! Ich werde Sie finden, ich kenne Ihre Stimme!“

Also dann, ich muss leider los, ich habe noch ganz dringende, unheimlich wichtige Sachen zu erledigen. In der Oberstadt, weit weg von den Eingängen zur Unterwelt.

Wir lesen uns in Cöln!
Simone Keil

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