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Träumst du auch von Kokosnüssen? Beantworte die Frage und gewinn ein eBook.

25/07/2013

So ähnlich ergeht es Christina, der Protagonistin des ultimativen Frauenromans für den Sommer 2013, den es nicht gibt. Die Sonne versteckt sich hinter dicken Wolken und anstelle von High Heels und Shorts spazieren wir dick vermummt in Jeans und Blazer durch die Stadt. Wer träumt da nicht davon, dem Alltag zu entfliehen, alles hinter sich zu lassen und einfach mal nur seinem Herzen zu folgen?

Die Reaktionen von den Freundinnen, den Eltern oder Kollegen können sehr unterschiedlich ausfallen. Von Neid über Kopfschütteln bis hin zu negativen Vorwänden, um dir den Sommer deines Lebens und damit den Traummann schlechthin zu verleiden.

In diesem Sommer nicht, nicht mit uns. Was würdest du also tun, wenn du den perfekten Sommer erlebst und dein Traummann unvermittelt vor dir steht? Was wäre, wenn …? Was würdest du tun? Oder verschlägt es dir einfach die Sprache?

Beantworte folgende Frage und gewinn eins von drei eBooks (ePub oder PDF):

Träumst auch du von Kokosnussküssen? Verrate uns deine romantischen Lieblingsszenen aus Büchern, in denen Singlefrauen wie Christina dem Ruf ihres Herzen folgen!

Um euch den Sommer zu versüßen, hier ein Auszug aus der Leseprobe von „Kokosnussküsse“:

Kokosnussküsse

1. Kapitel

„Singleurlaub? Sehe ich so aus, als suche ich ein Abenteuer?”, fragte ich mit der Süße einer überreifen Frucht und zwang mich zu einem Lächeln, das sogar Julia Roberts Konkurrenz gemacht hätte. Frau Stieglitz. Eine mondäne Erscheinung im eleganten Stiftrock und Stilettos in einer mörderischen Höhe. Unter uns gesagt, Ballerinas mögen uncool sein, aber ich konnte problemlos dem Bus nachjagen.

Gerade machte sie nicht den Eindruck, als hätte sie es überhaupt nötig, irgendetwas oder irgendjemandem nachzulaufen. Sie galt als Expertin für die Beratung einsamer Singles, als Guru der Suchenden – die ihre Seelenverwandten in der Ferne finden wollten. Sogar in den Lokalnachrichten berichteten eifrige Reporter über die ehemalige Chef-Animateurin einer Kreuzfahrtgesellschaft, die in ihre alte Heimat zurückgekehrt war und nun bei „Hannis Traumreisen“ arbeitete. Für unseren kleinen Ort nahe der Lüneburger Heide war das geradezu eine Sensation. Was für eine Abwechslung von Hochzeiten, sonntäglichen Prügeleien und nervenaufreibenden Nachbarschaftsstreitigkeiten.

Eine Frau, die wohl wusste, was Männer wollten – und was nicht. In der Art und Weise, wie sie meine heiß geliebten Jeans und die flammendrote Bluse betrachtete, war sie sich ihrer Erfahrung einmal mehr bewusst.

„Ich komme direkt von der Arbeit.“ Mensch, warum verteidigst du dich! „Können Sie mir etwas empfehlen, ohne dass ich mich dabei wie auf dem Präsentierteller fühle? Ohne Singlerabatt, gerne mit Einbettzimmerzuschlag, weil ich urlaubsreif bin.“

Die klare Ansage stärkte meinen schweißgebadeten Rücken. Warum fühlte ich mich dieser Frau so unterlegen? Wegen der billigen Kopie einer Pradatasche? Ging deshalb mehr hinein? Denkste.

„Unsere Klienten…“

Ich hörte weg, sah mich wie ein Truthahn zu Thanksgiving. Kaum wurde die Platte aufgetragen, verstummten alle und starrten auf den armen, zu Tode gemästeten Truthahn.

„Frau Schuster, äh, Christina – das darf ich doch sagen, Ihre Mutter und ich, wir kennen uns ja schon seit der Sandkistenzeit. Sie waren so ein süßes … Äh, Urlaub”, schwenkte sie schnell um, als sie meine Miene bemerkte. Ich wollte nicht in den alten Kindheitserinnerungen meiner Mutter schwelgen. Ihre ständige Anwesenheit in meinem Leben war nur ein weiterer Grund, Bothel und seinen Bewohnern den Rücken zu kehren.

„Sie sagten doch, Sie würden allein verreisen. Wir haben für Alleinreisende besondere Angebote. Singlebonus und spezielle Veranstaltungen …”, Frau Stieglitz senkte ihre Stimme etwas zu sehr, um nicht aufzufallen, „… um Männer kennen zu lernen.”

Ich glaubte, meinen Ohren nicht zu trauen. So eine Landpomeranze war ich nun auch wieder nicht, um hier in der Umgebung keinen Mann abzubekommen.

„Eigentlich hatte ich an eine ganz simple Reise gedacht. Urlaub, nicht Sex-and-Fly!”

„Sie waren wohl schon länger nicht mehr fort, oder?”

Ich stöhnte leise. Warum musste ich ausgerechnet an die geraten? An eine Lebensberatung hatte ich eigentlich nicht gedacht, als ich das Reisebüro betrat. Außerdem hatte ich auch nicht vor, darüber nachzudenken, ob es sinnvoll gewesen war, meinen Job als Dekorateurin beim Blumenwilli zu kündigen. Obwohl – Blumenwillis Grabschereien hatten mir den Entschluss leicht gemacht. Jedenfalls fühlte ich mich zum ersten Mal seit Jahren frei und wollte mir die Sonne auf den Bauch brennen lassen.

Frau Stieglitz sah mich mitleidig an, drehte sich dann fort, schlug eine weitere Seite des Kataloges auf und tippte auf ein großformatiges Clubangebot auf Ibiza. „Der Trend setzt seit einiger Zeit voll auf die Singles. Hart arbeitende Menschen, die solo in den Urlaub fahren und mal den Alltag hinter sich lassen wollen. Etwas erleben eben.” Sie wartete, bis ich zögernd nickte.

Dann sprach sie im Tonfall der geübten Animateurin weiter: „Die meisten der Damen und Herren wollen dann eben auch Tanz, Spaß und das gewisse Abenteuer. All inklusive versteht sich.”

Ich nickte ergeben. „Liebeskummer all inklusive?”

Sie räusperte sich, dann lächelte sie. „Natürlich gibt es keine Garantien. Ich habe mich in den Kapitän verliebt, Piratenjoe hieß er. Ein Muskelpaket, braune Haut und ein Seemannsgarn hatte er drauf. Leider hat er nicht nur mich eingesponnen. War verheiratet, ein Sohn, aber ich glaube, die Frau ist vor einigen Jahren gestorben. Ich habe ihn nie wieder gesehen, aber …” Sie seufzte.

Ich fragte mich, wie oft sie „eben“ in einem Satz unterbringen könnte.

„Schon klar, aber ich will einfach nur Urlaub machen. Ohne Liebe, egal ob auf den ersten oder zweiten Blick. Ich bin seit einiger Zeit solo und gedenke es auch zu bleiben.” Warum erzählte ich das alles ausgerechnet Frau Stieglitz? Wenn es Hanni gewesen wäre, mit der ich in eine Klasse gegangen war, oder Frau Löwig am Empfangscounter, die im Kirchenchor neben meiner Mutter stand. Aber Frau Stieglitz?

„Oh, verstehe. Dann habe ich Ihre Wünsche eben tatsächlich missverstanden”, sagte sie und stand auf. „Wie wäre es mit einer Kreuzfahrt?”

Ich bekam wohl einen sehnsüchtigen Blick: ich und Leonardo am Bug der Titanic, er schwört mir ewige Liebe und ich …

„Durchschnittsalter glatte 50! Da brauchen Sie keine Angst haben, belästigt zu werden.” Sie lächelte mich scheinheilig an.

Sah ich so aus? Na okay, ich war fast Dreißig, hatte eine durchschnittliche Figur, aber intelligent und kreativ. Zugegeben, manche Männer schlug das in die Flucht, aber die anderen hatten wenigstens was zu fühlen, wenn sie mich in den Arm nahmen! Spindeldürr wie diese den Laufsteg entlang klappernden Models war ich jedenfalls nicht. Wollte ich auch nie sein, weil mich bei deren Anblick immer gleich der Hunger überkommt und ich mir ein Gummibärchen nach dem anderen reinschiebe, nicht nur damals, auch heute noch.

„Sagen Sie mal, wollen Sie mir überhaupt eine Reise verkaufen?” Vielleicht hatte meine Mutter ihre Hände im Spiel? Sie wusste, wie leicht ich unsicher wurde und Frau Stieglitz näherte sich mit ihren Angeboten gefährlich der Vielleicht-lieber-doch-nicht-Zone.

Ich war Single, na und? Ich war weder ausgehungert noch jeglicher Anbahnung zwischengeschlechtlichen Kontakts abgeneigt und hatte sicher nicht vor, mich zwischen Opas und Uropas an Deck zu rekeln. Begafft von gierigen Altmänneraugen, während mich die dazugehörigen Damen beim Dinner mit ihren Blicken durchbohrten.

Frau Stieglitz Augen leuchteten dafür plötzlich auf. In mir erwachte die Hoffnung, dass sie endlich das Richtige für mich gefunden hätte. Aber sie erhob sich mit einem extrabreiten Lächeln und begrüßte über meinen Kopf hinweg einen neuen Kunden.

„Herr Sandmann, ich habe Sie schon vermisst! Erst gestern habe ich zu mir gesagt: Herr Sandmann wird doch nicht untreu geworden sein!” Sie kicherte viel zu laut.

Ich grinste, als ich den Namen des Mannes hinter mir hörte. Sandmann, wie peinlich. Doch als ich mich umdrehte, war ich mehr als überrascht. Was hatte ein so gut aussehender Mann hier zu suchen? In diesem Provinzreisebüro? London, Paris, Los Angeles, aber hier?

 

Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen darf jeder, der unter Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse seinen Kommentar zum Gewinnspiel hinterlässt. Es zählen nur die Kommentare, die unter dem entsprechenden Beitrag auf www.qindie.de abgegeben werden.
Unter allen bis zum 30.07.2013 um 23:59 Uhr geposteten Kommentaren werden von uns die originellsten ausgewählt und ihre Verfasser per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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