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Selma J. Spieweg: Die Zeitmaschine des Arabers (Boris & Olga 2)

31/08/2015

1898 – Russland
Zu lange diente Boris, der verschlossene Außenseiter, in der Armee des Zaren. Gemeinsam mit dem Straßenkind Olga sucht er Frieden und Zuflucht in Sibirien. Während die freche Olga in dem stillen Mann ihren strahlenden Ritter sieht, glaubt Boris, das Mädchen sei eine Wahnvorstellung. Schließlich weiß er, dass er den Verstand verloren hat.
Plötzlich erscheinen geheimnisvolle Zeichen, die Boris nicht deuten kann, und der Wunsch, von der Welt vergessen zu werden, rückt in unerreichbare Ferne. Als Boris den Zeichen folgt, fällt er ausgerechnet jenem Wissenschaftler in die Hände, der ihn einst als Versuchsobjekt missbrauchte. Während er seinem Peiniger hilflos ausgeliefert ist, meldet sich ein alter Bekannter zurück. Anstatt dem verzweifelten Helden zu helfen, fordert er Gehorsam ein und beauftragt Boris mit einer verhängnisvollen Mission. Sofern er es schafft, die nächsten Sekunden zu überleben …
Die »Boris & Olga«-Serie ist Teil der außergewöhnlichen und fesselnden Steampunk-Welt von Clockwork Cologne. Anspruchsvolle, kurzweilige Unterhaltung mit einem Hauch Romantik.
Begleiten Sie Boris und Olga auf der Suche nach schicksalshaften Zeichen, Geborgenheit und der Zeitmaschine des Arabers.
Leserstimmen zu „Tod dem Zaren – Boris und Olga (1)“:
„Das Buch war für mich eine vielschichtige und intensive Lektüre mit einer dichten Atmosphäre und so einigen Überraschungen. Ich wurde von vielen Dingen fasziniert und berührt, außerdem hat mich Boris’ Entwicklung sehr beeindruckt. Die mitreißende Geschichte hinterlässt bei mir bleibende Eindrücke und die Vorfreude auf die Fortsetzung.“ (fantastische-buecherwelt.de)

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4 Responses to Selma J. Spieweg: Die Zeitmaschine des Arabers (Boris & Olga 2)

  1. Katharina Gerlach on 04/09/2015 at 16:12

    Grandioses Buch, das mich stellenweise tief berührt hat. Kaufempfehlung!

  2. aikimedien on 01/10/2015 at 18:56

    Von Boris und Olga bin ich seit dem ersten Kennenlernen begeistert. Boris ist ein Held, den ich nach der Lektüre des ersten Bandes am Qindie-Stand auf der LBM15 persönlich treffen durfte. Und wo Boris ist, ist Olga auch nicht weit. Das betrifft die Geschichte gleichermaßen wie meine Begeisterung für die beiden.

    INHALT:
    Boris und Olga sind auf dem Weg nach Sibirien, wo sie sich endlich ihr gemeinsames Häuschen bauen wollen. Schließlich wurde ihnen das auf einem Gemälde aus der Zukunft prophezeit. Doch das Schicksal hat andere Pläne für die beiden und schleudert sie – per Luftschiff – in die Wirren um Zar Nikolaus II. und die in Cöln ansässigen Quantenmagier.

    MEINUNG:
    Schon im ersten Band der Geschichte um Boris und Olga hat mich die Figur des quantenmagisch verbesserten Menschen Boris fasziniert. War seine Menschlichkeit da durch den Krieg und die körperlichen sowie seelischen Qualen fast verschüttet, so kam sie – durch Olga erweckt – allmählich zum Vorschein. Dieser Prozess setzt sich in diesem Buch fort. Zu Beginn des zweiten Bandes ist Boris noch sehr verschlossen, und es bedarf der besonderen Feinfühligkeit Olgas, um mit ihm kommunizieren zu können. Doch das ändert sich immer stärker, bis er sich selbst und seine inneren Dämonen findet. Das mitzuerleben ist wirklich einmalig! Ich bewundere das Fingerspitzengefühl der Autorin, wie es ihr gelingt, Boris immer weiter aufblühen zu lassen und gleichzeitig seine inneren Qualen lebendig werden zu lassen. Er wird wieder zum Mensch – und leidet darunter.
    Olga, das 12-jährige Waisenkind, ist seine Gefährtin. Boris spricht von „seiner Halluzination“. Beide hängen aneinander. Sie können jeweils nicht ohne den anderen sein. Beide sind zutiefst einsam und vom Leben gezeichnet, aber gemeinsam stehen sie alle Gefahren durch und es besteht Hoffnung, dass die beiden irgendwann einmal ihr Ziel erreichen: das kleine Häuschen in Sibirien. Auch Olga hat die Autorin ganz wundervoll gezeichnet: hartnäckig, treu, verängstigt, stur, mal anhängliches Kind, mal eifersüchtige Frau. Während der gesamten Geschichte starrt sie vor Dreck, der ihr Sicherheit und Unsichtbarkeit gibt. Ein amüsanter Aspekt, der Olga eine persönliche Note gibt. Und sie ist es, die für die Finanzen der beiden sorgt – nicht immer ganz legal, aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel.
    Weitere Figuren tauchen auf, von denen einige bereits im ersten Band mitspielten, die meisten jedoch sind neu und zum Teil aus anderen Clockwork Cologne-Büchern von Susanne Gerdom oder Simone Keil bekannt. Wieder dabei sind Zar Nikolaus II. und Magister Karelius, der sich in Band eins an Boris vergangen hat, als er ihn zum „Blauen Krieger“ umgerüstet hat.
    Antriebsfeder der Handlung ist diesmal der Auftrag des Zaren, die Zeitmaschine des Arabers zu suchen und zu zerstören. Erst hat es den Anschein, als wollte Boris das nicht gelingen, dann meint man, er hat es doch geschafft. Nur um mich gegen Ende erneut zu fragen, hat er nun – oder doch nicht. Die Zeitmaschine zerstört das Zeitkontinuum. Deswegen baut Selma J. Spieweg eine Zeitverschiebung in die Geschichte ein, die ich erst am Schluss des Buches begriffen habe, so raffiniert ist sie eingefädelt. Ich ahne, wie die Handlung tatsächlich abgelaufen ist, aber ich bin mir nicht sicher. Und genau diese Ungewissheit ist es, die mich absolut fasziniert und noch ein Stück tiefer in das „Boris und Olga“-Universum gesaugt hat. Ich will wissen, wie es mit den beiden weitergeht.
    Durch die Zeitverschiebung ist die Dramaturgie der Geschichte raffiniert gestaltet. Als Leser hat man zuerst den Eindruck, einer linearen Zeitentwicklung zu folgen, doch in Wahrheit ist mindestens ein Looping, wenn nicht ein Rücksprung mit paralleler Entwicklung eingebaut. Und das, ohne dass es der Leser auf Anhieb merkt. Das feuert die Spannung enorm an, und für meinen Geschmack ist die Dramaturgie der Autorin ausgezeichnet gelungen.

    WERTUNG:
    Das Buch hat mich rundherum überzeugt. Die Figurencharakterisierung und -entwicklung sind ausgezeichnet, die Dialoge stimmen, ebenso der historische Background. Die Handlung und die Dramaturgie sind sehr komplex und in ihrer Vielschichtigkeit ganz exzellent. Und obendrein unterhält das Buch noch ganz wunderbar und berührt dabei das Herz und alle Sinne. Für mich gibt es dafür mein persönliches GENIAL und fünf von fünf Wertungspunkte.
    Mein Fazit: Ausgezeichnete Fortsetzung der Steampunk-Reihe um Boris und Olga

  3. Karin on 10/10/2015 at 15:10

    Toller zweiter Teil der Steampunk-Serie

    Boris und Olga sind auf dem Weg nach Sibirien, um sich dort ihren Traum vom eigenen Häuslein in der Einsamkeit zu verwirklichen, weit ab vom Krieg und den Menschen, die hinter Boris eingebauter Technik her sind. Aber den beiden ist keine Ruhe vergönnt: plötzlich tauchen überall seltsame Zeichen auf, die sie in eine bestimmte Richtung lotsen wollen. Der Zar braucht Hilfe, aber nicht für die Gegenwart.

    Was habe ich mich für Boris und Olga gefreut, dass sie nun endlich nach den turbulenten Ereignissen aus Band 1 etwas Ruhe haben – aber damit wird nichts! Der Zar braucht dringend die Hilfe des blauen Kriegers Boris und der zwölfjährigen Olga. Und auch wenn ich dem Zaren sein Tun im ersten Band noch nicht so ganz verziehen habe, ist es unabdingbar, dass die beiden ihm helfen, denn das Zukunftsszenario, dass der Zar entwirft, ist ein Albtraum.

    Diesmal führt die Reise die beiden Protagonisten und den Leser nach Cöln und seine Unterwelt, wo es zu einigen Querverbindungen zu Ereignissen aus den anderen Clockwork-Cologne-Romanen von Simone Keil und Susanne Gerdom gibt. Diese Verbindungen sind absolut schlüssig und raffiniert in dem Roman verwoben. Es macht Spaß, immer wieder bereits bekannten Figuren und Ereignissen zu begegnen. Der Leser bekommt diesmal ein paar Antworten, was den Riss im Zeitkontinuum angeht, der im ersten Band zur Sprache kommt. Dabei wird schnell klar, dass sich auch für Boris und Olga die Zeitebenen verschieben, wenn sie plötzlich die Zukunft vor der Vergangenheit erleben.

    Immer wieder begegnet man Figuren, die bereits im ersten Buch ihren Auftritt hatten – bei manch einem Charakter hätte man gerne auf ein Wiedersehen verzichtet, aber sie sind teilweise anhänglich wie ein Furunkel am Allerwertesten. Aber auch eine Reihe neuer Figuren betritt die Bühne, bei denen man ebenfalls nicht weiß, wie man sie einschätzen soll, ob man ihnen trauen kann oder nicht.

    Während Boris im ersten Band der absolute Befehlsempfänger war, der nie gelernt hat, selbständig zu denken (was auch nicht erwünscht war) und niemanden hatte, der ihm Zuneigung entgegengebracht hat, wird im zweiten Band klar, dass sein Zusammensein mit Olga auch ihn verändert hat. Immer öfters wägt er sein Tun ab – und auch an seiner unterwürfigen Zarentreue hat er zwischenzeitlich gearbeitet, was mir (und Olga) sehr gut gefallen hat. Boris tritt in diesem Buch eindeutig mehr in den Vordergrund.

    Besonders haben mir es wieder die stillen Momente im Buch zwischen Boris und Olga angetan, die sich gegenseitig gut tun und sich ohne viel Worte verstehen. Beides sind einsame Menschen, die in dem jeweils Anderen ihren Lebensinhalt gefunden haben und für den sie bereit sind, bis zum Äußersten zu gehen.

    Das Buch ist zwar in sich relativ abgeschlossen, aber dennoch würde ich gerne so schnell wie möglich wissen, wie es mit Boris und Olga weitergeht. Ich würde übrigens empfehlen, die Serie um Boris und Olga chronologisch zu lesen.

  4. Marny | Fantastische Bücherwelt on 02/01/2016 at 16:27

    Boris ist mit Olga im tiefsten Sibirien unterwegs, um sich dort ein Häuschen zu bauen und von der Welt vergessen zu werden. Wenn nur die Zeichen nicht wären, die Boris nicht deuten kann. Als er ihnen folgt, fällt er ausgerechnet dem Wissenschaftler in die Hände, der ihn einst missbraucht hat, und erhält vom Zar einen Auftrag: Er soll die Zeitmaschine des Arabers vernichten …

    Bereits nach einigen Sätzen war ich wieder ganz nah bei Boris, dem ich etwas Ruhe und Frieden mehr als gegönnt hätte. Mir ging da auch einfach das Herz auf, weil man so schön verfolgen kann, wie er langsam auftaut, Emotionen zeigt und sich immer mehr Gedanken macht. Wobei er ja felsenfest davon überzeugt ist, dass er den Verstand verloren hat und Olga eine Halluzination ist.

    Wo Boris ist, ist Olga nicht fern. Auch an ihr hänge ich, wenn auch nicht ganz so intensiv. Dafür bringt sie mich öfter zum Grinsen und hat einen gewissen Einfluss auf meine Essensplanung. Die beiden entwickeln ein sehr inniges Verhältnis, trotz der so unterschiedlichen Wahrnehmung ist der eine der Anker des anderen. Der Mittelpunkt und Halt in einer oft düsteren Welt.

    Die Geschichte spielt überwiegend in Cöln, einer anfangs sehr bedrückenden Stadt. Dort wird die Handlung auch mit den beiden anderen Reihen aus dem Clockwork-Cologne-Universum verbunden: „Guy Lacroix“ von Simone Keil und „Magnus“ von Susanne Gerdom. Die beiden Reihen sind keine Voraussetzung, um das Buch zu verstehen, aber man ist mit einigen Figuren und Orte dann schon vertraut. Ich kenne nur den ersten Band von „Guy Lacroix“, daher war ich in Cöln zumindest nicht ganz fremd. Und ich hatte Spaß daran, mich bei der einen oder anderen neuen Figur zu fragen, ob diese nicht eine Schöpfung von Autorin x ist.

    Das Spiel mit der Zeit bzw. dem Riss im Zeitkontinuum ist großartig, die verschiedenen Zeitlinien sorgen ja für einiges Chaos. Besonders gelungen fand ich, wie sich die Ereignisse am Ende zu einem stimmigen Gesamtbild zusammensetzten – nur eben in einer anderen Reihenfolge. Seltsame Reaktionen machten auf einmal Sinn und geheimnisvolle Andeutungen wurden nachvollziehbar.

    In diesem Buch gab es wieder viel Potential zum Mitleiden, aber auch eine so rührende Szene, die mich tatsächlich zum Weinen gebracht hat. Ich habe einige neue fesselnde Figuren kennengelernt, die ich in mein Herz geschlossen habe – und auf ein Wiederlesen hoffe. Auf die Begegnung mit einigen alten Bekannten hätte ich dafür gerne verzichtet, die haben mir doch ganz schön zugesetzt. Als „Trostpflaster“ gab es aber Luftschiffe, ich liebe Luftschiffe! Und heiße Schokolade.

    „Die Zeitmaschine des Arabers“ war für mich eine unheimlich spannende, abwechslungsreiche und emotionale Lektüre, die viele Eindrücke hinterlässt und sogar den ein oder anderen Lachanfall verschuldet hat. Wunderbar komplex, teilweise verwirrend und mit einer großartigen Entwicklungsgeschichte. Ich bin unsagbar stolz auf Boris und hatte sehr viel Spaß mit diesem Buch!

    http://www.qindie.de/qindie-partner/blogger-rezensenten/fantastische-buecherwelt/

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